Am Wochenende waren wir in einer herrlichen Bucht schnorcheln.
D.h. Patrik und Ida wollten schnorcheln, ich hingegen wollte meinen spannenden Krimi lesen und endlich mal etwas faul in der Sonne liegen.
In dieser Bucht war das nicht einfach. Die allermeisten hatten Flossen und Taucherbrillen dabei, na gut.
Als ich das erste Male hochguckte, marschierte gerade ein Großtrupp Tauchschüler an mir vorbei und bekam auf Spanisch Anweisungen für einige Trockenübungen, eine weitere Gruppe, offenbar die Fortgeschrittenen, fuhr mit einem Boot aufs Meer hinaus. Auch nicht schlimm.
Dann kam von links hinten plötzlich ein Keuchen und ich sah – ihn…
(Für mindestens eine Stunde stand er entweder auf dem Kopf oder rannte ganz schnell ins Wasser, nur um ganz schnell wieder raus zu rennen und sich wieder auf den Kopf zu schmeißen). Allmählich wurde ich ein klitzekleines Bisschen nervioso.
Zum Glück kam ein Pärchen in den Zwanzigern herangeschlendert, offenbar, um es sich am Strand gemütlich zu machen, hurra! Schnorchelzeugs hatten sie auch nicht dabei, na siehst du wohl. Der Mann setzte sich hin, drehte mir den Rücken zu und ich las gerade noch „Swiss Swimming Team“, bevor er sich das Shirt vom Leib riss und zu einer längeren Runde (ca. 45 Minuten) im Wasser verschwand.
Mein Buch hatte ich inzwischen beiseite gelegt, so dass ich auch all die Wanderer besser sehen konnte, die mit Rucksäcken und Trinkflaschen in den Felsen herumturnten.
Ich hab mich dann in ein Chiringuito (= Strandbar) gesetzt und hätte heute wenigstens den ersten Preis im Kaffeetrinken gewonnen.






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