Mittwoch, 5. Februar 2014

Nun wird's philosophisch

Wir sind wieder in Hamburg, seit drei Wochen ungefähr.
Immer noch auf Wolke 7 (zumindest Patrik und ich) von den vielen Eindrücken, von der fantastischen Zeit, die wir uns nehmen durften und der weiterhin noch ungewohnten Situation wieder hier zu sein, ohne gleich wieder abzufahren (Ida ist übrigens auf einer anderen Wolke 7, der juhu-endlich-bin-ich-wieder-hier-Wolke).
Dennoch war mir vorher nicht klar, 
dass so eine Auszeit auch derart viele, teilweise echt schwierige, Abschiede bedeuten würde.
Erst der Abschied von der alten Nini, meiner Großmutter, die, als hätte sie unsere Reise in ihre Lebensplanung mit aufgenommen, im Juli verstorben ist.
Dann der Abschied von allen Freunden und Verwandten, die bereits spannende Sachen geplant hatten, von denen wir nun lange Zeit ausgeschlossen sein würden.
Der Abschied von unserem Haus fiel mir wahnsinnig schwer, hätte ich nie für möglich gehalten. Fremde Menschen würden meine Sachen benutzen? Bitte nicht!
Für viele zeitliche Abschnitte waren wir 
in verschiedenen Regionen der Welt unterwegs und es war immer so: je länger wir irgendwo waren, desto 
besser gefiel es uns. 
Und dann mussten wir wieder weg. Wohin wir wegmussten gefiel uns dann wieder ausgezeichnet, besonders nach vier oder sechs oder acht Wochen. 
Aber dann ging es erneut weiter. 
Und der neue Ort, den man erst etwas doof fand, weil man ja seinetwegen von dem Ort davor weggemusst hatte, war dann schnell wieder so toll, dass es uns erneut vor dem Abschied grauste.
Wobei der Abschied auch immer schon ein paar Tage bis eine gute Woche vor der Abreise begann, denn es galt, lästige Dinge zu organisieren: Hotels, Mietwagen, Wohnmobile usw.
Und dann unser geliebtes Meerschweinchen Brownie.
Sie ist gestorben, als wir schon wieder in Hamburg waren, sie aber noch nicht abgeholt hatten, weil sie ein bisschen krank war und wir sie lieber bei unserer Tierarztexpertin Nadine lassen wollten, bis es ihr wieder besser geht. 
Sie war fünfeinhalb, hatte uns also eine lange Zeit begleitet, für Ida fast ihr halbes Leben lang.
Auch der außerordentlich schwere Abschied von einem monatelangen Leben in Flipflops, Shorts und mit täglichem Baden muss an dieser Stelle genannt werden.
Aber trotz der ganzen Abschiede würde ich (und Patrik auch) jederzeit wieder losfahren!
Dies ist zu guter Letzt auch mein Abschiedsblog.
Euch mit Geschehnissen aus Bramfeld oder auch Hamburg zu langweilen 
würde mir nicht im Traum einfallen 
(denn wer möchte wissen, dass wir in den letzten Tagen viele Stunden bei "Küchen aktuell" verbracht haben, um eine Spießerküche auszusuchen? Na? Oder dass wir wie irre renovieren?



Oder dass unsere Waschmaschine kaputt gegangen ist? Oder dass, ja ich gebe es zu, die Franzbrötchen wieder richtig gut schmecken?). 

Also vielen Dank an euch alle, die ihr so fleißige Leser wart, mir hat das Bloggen richtig Spaß gemacht!
Und jetzt können wir statt Abschied zu nehmen, endlich ganz viele Wiedersehen feiern. 

Bravo!


Hurra, der kleine Eddie hat es geschafft!
Ihr erinnert euch, es war sein Ziel das am weitesten gereiste Schwein aller Zeiten zu werden.
Und Eddie ist nun 58.452 (!) km geflogen, mehr als einmal um die ganze Welt!
Außerdem hat er auch tapfer die mehr 
als 10.000 (!) km in verschiedenen Autos überstanden, in denen er durch Neuengland, Europa und natürlich Australien gekarrt wurde.
Herzlichen Glückwunsch, Eddie, deine Medaille und deine Torte
hast du dir wirklich verdient.
Eddie plant jetzt eine Bewerbung beim Guiness Buch der Rekorde, das halten wir für etwas größenwahnsinnig, aber das kleine Schwein ist manchmal eigensinniger als ein Wombat...
Na dann viel Glück!

Warum eigentlich...

...heißt der Blog am Ende 425?


Das Rätsel wird gelüftet -
es ist ganz einfach. 
Am letzten Schultag 2013 hatte ich sage und schreibe 425 freie Tage vor mir, unglaublich oder?
Jetzt sind sie auf 196 zusammengeschnurrt, 
aber ich erwarte kein Mitleid... :-)