Montag, 28. Oktober 2013
Es geht auch ohne Schule!
Wie angelt man sich einen Millionär?
Samstag, 26. Oktober 2013
Estamos buzeando!
Dienstag, 22. Oktober 2013
Espiral de canela
Sonntag, 20. Oktober 2013
Was ist eigentlich ein "enchufe"??
Ein „enchufe“ ist ein Stecker, den man in die Steckdose stopft und dann kommen keine Mücken mehr ins Zimmer, auch nicht, wenn man Licht anhat (ist wirklich wahr). Eine „enchufe“ ist hingegen eine Steckdose. Dieses Beispiel ist nun nicht nur sehr machista, sondern bestätigt auch unseren Eindruck, dass die Spanier sich oft nur ein Wort für ziemlich unterschiedliche Gegenstände bzw. Bedeutungen gönnen (ich sage nur: quedar, quedarse, echar, llevar, poner, ponerse etc).
Wer sich für dieses Thema übrigens nicht erwärmen kann, sollte diesen Post nicht weiterlesen, es geht jetzt immer so weiter😊.
Seit über zwei Wochen drücken wir hier die Schulbank und haben einige wichtige Dinge gelernt (z.B. haben die Spanier listigerweise für unser Imperfekt zwei Zeiten. Eine davon heißt immerhin „imperfecto“, die andere aber ganz anders und zeichnet sich vornehmlich durch unregelmäßig zu bildende Formen aus, die mit dem Ursprungswort schlicht und ergreifend nichts mehr zu tun haben: 1. Person Singular von poner: puse (!) usw.).
Noch viel mehr Dinge haben wir nicht gelernt, die wir leider auch vermutlich nie lernen werden (s.o.!).
Dafür habe ich reichlich nicht sehr wichtige Dinge gelernt, die viel mehr Spaß machen als der offizielle Kram. „Ni fu ni fa“ heißt z.B. „Es geht so“ und die Vorstellung ist relativ lässig, jemandem auf die rein hypothetische Frage: „Wie war denn deine letzte Fortbildung?“ mit „Ach, ni fu ni fa“ zu antworten.Ich finde auch toll zu wissen, dass ich jetzt womöglich ein „guiri“ bin, eine Bezeichnung der Spanier für sympathische Ausländer😳! Und sofort konnte ich mir merken, dass „chata“ stupsnasig bedeutet und ein „sabiondo“ ein Besserwisser ist. Dann hat unsere Lehrerin noch behauptet, wir sollten allein deshalb nicht im Perfekt sprechen, weil es viel länger sei als andere Vergangenheitsformen und die Spanier durch das ewige Gesimse und Gechatte (chatear) kurze Formen bevorzugen würden, aber ratet mal wie „Chips“ auf Spanisch heißen: „patatas fritas de bolso“ (zu Deutsch: Pommes Frites in der Tüte) und das ist nun nicht sehr kurz.
Mein Lieblingswort in dieser Woche ist jedenfalls das Verb „whatsappear“, mehr geht einfach nicht, denn eigentlich hassen die Spanier angeblich Anglizismen und nennen „Whisky“ ernsthaft „güisqui“, weil sie kein „w“ kennen, aber in „whatsappear“ kennen sie es dann plötzlich doch.
Eine kleine Anekdote noch zum Schluss: Die absolut attraktivsten Männer des Landes arbeiten in Spanien als …- … Feuerwehrmann! Danach kommt sehr lange nichts. Und dann gibt es in jedem Ort die „Policia Local“, Die „Policia Nacional“ und die „Guardia Civil“. Unsere Lehrerin sagt, die Guardia Civil zählt nicht so richtig, weil sie zum Militär gehört, es gibt aber him-mel-wei-te Unterschiede zwischen den lokalen und den nationalen Polizeibeamten. Und da kommen wir wieder zu den Dingen, die ich mir, warum auch immer, so gut merken kann. Erstere (die Polizisten nicht die Dinge!) sind nämlich laut ihrer Aussage (also der von unserer Lehrerin) allesamt feo (hässlich), gordo (dick), con barriga (mit Bauch), viejo (alt), calvo (glatzköpfig) und bajo (klein), während letztere das krasse Gegenteil darstellen. Und das weiß in Spanien einfach jeder!
Seitdem schleiche ich durch Denia und versuche diese These zu untermauern oder zu widerlegen… Bisher ohne Erfolg, aber der Mann der Chefin der Sprachschule sieht dafür genau aus wie Antonio Banderas, nur besser.
Und nun ganz und gar zuletzt noch etwas für alle Rätselfreunde: Wer ist wohl "Jota Ere"? (Gegen ein geringes Entgelt kann man bei mir die Antwort per Email anfordern... 😀).
Dienstag, 15. Oktober 2013
Andere Länder andere Sitten
Ihr kennt ja (fast) alle unsere Begeisterung für das Baden im Allgemeinen und Schwimmbäder jeglicher Couleur im Besonderen.
Nun hatten wir bereits unsere Erlebnisse in den USA, insbesondere im Staat New York, wo man sich mit „sturdylocks“, und zwar „sturdy!“ und „Nur-im-Badeanzug-nicht im-Bikini-schwimmen-und-kein-Handy-Geld-etc.-mit-ins-Schwimmbad-nehmen-und im-Wasser-nichts-machen-was-Spaß-macht“ in den Public Pools abkämpfen, über „Adults should not swim alone“-Schilder hinwegsehen und „Öffnungszeiten“ von Atlantikstränden „Bis-zum-Labour-Day-und-nicht-einen-Tag-länger-auch-wenn–das-Wetter-schön-ist-it’s-the-law!“ abfinden musste.
Auch in Italien lernten wir dazu: meist nur mit Badekappe (!), aber auch mit seltsam anmutenden Öffnungszeiten war hier das Schwimmen erlaubt – zwischen 13 und 15 Uhr war das Schwimmbad jedenfalls geschlossen (immerhin konnte man da aber noch in den Gardasee hüpfen, wann man wollte, juhu).
Wenn das so weitergeht, überlege ich nach unserer Rückkehr eine Art wissenschaftliche Abhandlung über die unterschiedlichen Schwimm- und Badegewohnheiten in den Ländern der Erde zu schreiben, wer weiß, was die Australier noch so raushauen 😉.
@ alle, die versucht haben, einen Kommentar zu schreiben: Ihr müsst eine E-Mail-Adresse bei Google haben, sonst funktioniert es nicht. Wie immer freuen wir uns aber auch über alle Rückmeldungen per Email oder Whatsapp!
Cada como quiere
Am Wochenende waren wir in einer herrlichen Bucht schnorcheln.
D.h. Patrik und Ida wollten schnorcheln, ich hingegen wollte meinen spannenden Krimi lesen und endlich mal etwas faul in der Sonne liegen.
In dieser Bucht war das nicht einfach. Die allermeisten hatten Flossen und Taucherbrillen dabei, na gut.
Als ich das erste Male hochguckte, marschierte gerade ein Großtrupp Tauchschüler an mir vorbei und bekam auf Spanisch Anweisungen für einige Trockenübungen, eine weitere Gruppe, offenbar die Fortgeschrittenen, fuhr mit einem Boot aufs Meer hinaus. Auch nicht schlimm.
Dann kam von links hinten plötzlich ein Keuchen und ich sah – ihn…
(Für mindestens eine Stunde stand er entweder auf dem Kopf oder rannte ganz schnell ins Wasser, nur um ganz schnell wieder raus zu rennen und sich wieder auf den Kopf zu schmeißen). Allmählich wurde ich ein klitzekleines Bisschen nervioso.
Zum Glück kam ein Pärchen in den Zwanzigern herangeschlendert, offenbar, um es sich am Strand gemütlich zu machen, hurra! Schnorchelzeugs hatten sie auch nicht dabei, na siehst du wohl. Der Mann setzte sich hin, drehte mir den Rücken zu und ich las gerade noch „Swiss Swimming Team“, bevor er sich das Shirt vom Leib riss und zu einer längeren Runde (ca. 45 Minuten) im Wasser verschwand.
Mein Buch hatte ich inzwischen beiseite gelegt, so dass ich auch all die Wanderer besser sehen konnte, die mit Rucksäcken und Trinkflaschen in den Felsen herumturnten.
Ich hab mich dann in ein Chiringuito (= Strandbar) gesetzt und hätte heute wenigstens den ersten Preis im Kaffeetrinken gewonnen.




































