Montag, 28. Oktober 2013

Es geht auch ohne Schule!

Die Woche ohne Sprachkurs war auch sooo toll, denn wir konnten endlich Ida in Physik, Mathe und Zeichensetzung unterrichten!
Nein Quatsch, solo una broma, das stand zwar auch auf dem Programm, aber vor allem wollten wir ein paar kleinere und größere Ausflüge in die Umgebung machen.
Nach Valencia 


wo wir ein Glas "Horchata" getrunken haben (Mandelmilch, mittelmäßig lecker), die in Idas Spanischbuch in gefühlt jeder Unit vorkommt



und wo es - wieder mal - einen sensationellen Strand gibt.


Dann in das winzige, traumhafte Dorf Guadelest, wo Häuser auf Felsen schweben, man Granatäpfel vom Baum pflücken kann und wir es genossen haben, nicht zur Hauptreisezeit hier sein zu müssen, weil es da unglaublich voll sein muss,


Eine Wanderung zu einer Höhle, in der man schnorcheln konnte,




eine weitere Segeltour, bei der bei Windstärke 5-6 so einiges über Bord flog, aber zum Glück kann Patrik gut schwimmen und Ida gut den Kurs halten,


in einem kleinen Thermalsee, in dem es angenehm blubberte und der mitten im Nichts lag, haben wir gebadet


und wir (Patrik und ich) haben unzählige Cafes con Leche getrunken oder (Ida) Frozen Joghurts verspeist. 


Und dann war die Zeit um und jetzt liegen bescheidene 2300 Kilometer vor uns, juhu!







Wie angelt man sich einen Millionär?

Nach vielen Euros Einsatz in der spanischen Lotterie "Once" haben wir endlich gewonnen und konnten uns von der ersten Zinsauszahlung dieses Haus kaufen (inklusive eines Kochs zum Paella zubereiten)


und verbringen die Nachmittage nun häufig auf unserem neuen Katamaran. 


Aber Spaß beiseite ( wenn auch ungern...), wir hatten es in den letzten Wochen mit unglaublich vielen, unglaublich interessanten Leuten zu tun, u.a. mit dem rechtmäßigen Besitzer der obigen Hütte und des 42-Fuß-Schiffes (und auch von 11 Katzen, die ihm alle zugelaufen sind),


einem ehemaligen Luftwaffenmayor, der mehrmals sehr großzügige Einladungen  ausgesprochen hat, beim Spanisch lernen aber leicht sehr cholerisch wurde,wenn ihm der Inhalt eines Übungssatzes nicht zusagte 😣. Warum habe ich bloß die Panzergrenadier-Karriere meines Mannes  nicht weiter voran getrieben?

Oder mit einer Berlinerin, die gerade drei Monate in einem Kickboxcamp (!) in Thailand gewesen war oder mit der Exfrau  des Bruders vom Schlagzeuger von Jon Bon Jovi  (Raffael Torres, der selbst auch in großem Stil Musik macht, kennt den jemand?) oder mit Alba Santos, der Tochter des Chefs, die fantastisch Jazz singt und gerade auf Tournee geht (googelt unbedingt mal bei youtube:)) oder mit dem Pärchen aus Berlin, die hier ihren Jahres- und Bildungsurlaub verbringen, weil sie aus Deutschland  wegwollen, nachdem ihr- als erfahrener Architektin- ein Gehalt von 1800€ brutto angeboten wurde oder mit einer anderen Kursteinehmerin, die ihren Job gekündigt hat und nun ein halbes Jahr durch die Welt reist ohne zu wissen, was danach kommt, oder, oder. 
Da muss man sich mit einem Sabbatjahr ganz hinten anstellen...

Samstag, 26. Oktober 2013

Estamos buzeando!


Hier mal ein paar Eindrücke davon, was wir, also meistens Papi und ich, beim Schnorcheln so sehen. 



Ach nein, das ist ja gar kein Fisch 😉:


Und das Beste am Schluss:

Ein richtiger Oktopus!


Dienstag, 22. Oktober 2013

Espiral de canela

Da fahren wir doch gestern bei einem Lidl vorbei, denken uns nichts Böses und was gibt es dort etwa???
Und was frühstücke ich wohl heute? (Und morgen😉?)
Juhu!

Sonntag, 20. Oktober 2013

Was ist eigentlich ein "enchufe"??

Ein „enchufe“ ist ein Stecker, den man in die Steckdose stopft und dann kommen keine Mücken mehr ins Zimmer, auch nicht, wenn man Licht anhat (ist wirklich wahr). Eine enchufe“ ist hingegen eine Steckdose. Dieses Beispiel ist nun nicht nur sehr machista, sondern bestätigt auch unseren Eindruck, dass die Spanier sich oft nur ein Wort für ziemlich unterschiedliche Gegenstände bzw. Bedeutungen gönnen (ich sage nur: quedarquedarseecharllevarponerponerse etc).
Wer sich für dieses Thema übrigens nicht erwärmen kann, sollte diesen Post nicht weiterlesen, es geht jetzt immer so weiter😊.
Seit über zwei Wochen drücken wir hier die Schulbank und haben einige wichtige Dinge gelernt (z.B. haben die Spanier listigerweise für unser Imperfekt zwei Zeiten. Eine davon heißt immerhin „imperfecto“, die andere aber ganz anders und zeichnet sich vornehmlich durch unregelmäßig zu bildende Formen aus, die mit dem Ursprungswort schlicht und ergreifend nichts mehr zu tun haben: 1. Person Singular von ponerpuse (!) usw.)

Noch viel mehr Dinge haben wir nicht gelernt, die wir leider auch vermutlich nie lernen werden (s.o.!).
Dafür habe ich reichlich nicht sehr wichtige Dinge gelernt, die viel mehr Spaß machen als der offizielle Kram. „Ni fu ni fa“ heißt z.B. „Es geht so“ und die Vorstellung ist relativ lässig, jemandem auf die rein hypothetische Frage: Wie war denn deine letzte Fortbildung?“ mit „Ach, ni fu ni fa“ zu antworten.Ich finde auch toll zu wissen, dass ich jetzt womöglich ein „guiri“ bin, eine Bezeichnung der Spanier für sympathische Ausländer😳! Und sofort konnte ich mir merken, dass „chata“ stupsnasig bedeutet und ein „sabiondo“ ein Besserwisser ist. Dann hat unsere Lehrerin noch behauptet, wir sollten allein deshalb nicht im Perfekt sprechen, weil es viel länger sei als andere Vergangenheitsformen und die Spanier durch das ewige Gesimse und Gechatte (chatear) kurze Formen bevorzugen würden, aber ratet mal wie „Chips“ auf Spanisch heißen: „patatas fritas de bolso“ (zu Deutsch: Pommes Frites in der Tüte) und das ist nun nicht sehr kurz.
Mein Lieblingswort in dieser Woche ist jedenfalls das Verb „whatsappear“, mehr geht einfach nicht, denn eigentlich hassen die Spanier angeblich Anglizismen und nennen „Whisky“ ernsthaft „güisqui“, weil sie kein „w“ kennen, aber in „whatsappear“ kennen sie es dann plötzlich doch.
Eine kleine Anekdote noch zum Schluss: Die absolut attraktivsten Männer des Landes arbeiten in Spanien als …- … Feuerwehrmann! Danach kommt sehr lange nichts. Und dann gibt es in jedem Ort die „Policia Local“, Die „Policia Nacional“ und die Guardia Civil. Unsere Lehrerin sagt, die Guardia Civil zählt nicht so richtig, weil sie zum Militär gehört, es gibt aber him-mel-wei-te Unterschiede zwischen den lokalen und den nationalen Polizeibeamten. Und da kommen wir wieder zu den Dingen, die ich mir, warum auch immer, so gut merken kann. Erstere (die Polizisten nicht die Dinge!) sind nämlich laut ihrer Aussage (also der von unserer Lehrerin) allesamt  feo (hässlich)gordo (dick)con barriga (mit Bauch)viejo (alt)calvo (glatzköpfig) und bajo (klein), während letztere das krasse Gegenteil darstellen. Und das weiß in Spanien einfach jeder! 

Seitdem schleiche ich durch Denia und versuche diese These zu untermauern oder zu widerlegen… Bisher ohne Erfolg, aber der Mann der Chefin der Sprachschule sieht dafür genau aus wie Antonio Banderas, nur besser. 

Und nun ganz und gar zuletzt noch etwas für alle Rätselfreunde: Wer ist wohl "Jota Ere"? (Gegen ein geringes Entgelt kann man bei mir die Antwort per Email anfordern... 😀).



Dienstag, 15. Oktober 2013

Andere Länder andere Sitten

Ihr kennt ja (fast) alle unsere Begeisterung für das Baden im Allgemeinen und Schwimmbäder jeglicher Couleur im Besonderen.
Nun hatten wir bereits unsere Erlebnisse in den USA, insbesondere im Staat New York, wo man sich mit sturdylocks, und zwar sturdy! und „Nur-im-Badeanzug-nicht im-Bikini-schwimmen-und-kein-Handy-Geld-etc.-mit-ins-Schwimmbad-nehmen-und im-Wasser-nichts-machen-was-Spaß-macht“ in den Public Pools abkämpfen, über „Adults should not swim alone“-Schilder hinwegsehen und Öffnungszeiten von Atlantikstränden „Bis-zum-Labour-Day-und-nicht-einen-Tag-länger-auch-wenn–das-Wetter-schön-ist-it’s-the-law! abfinden musste.
Auch in Italien lernten wir dazu: meist nur mit Badekappe (!), aber auch mit seltsam anmutenden Öffnungszeiten war hier das Schwimmen erlaubt – zwischen 13 und 15 Uhr war das Schwimmbad jedenfalls geschlossen (immerhin konnte man da aber noch in den Gardasee hüpfen, wann man wollte, juhu).

Nun sind wir in Spanien und haben inzwischen verstanden, dass auch die Spanier ihre eigenen Regeln haben und z.B. ebenfalls großen Wert auf eine Siesta am Mittag legen 


(s. Foto, auch wenn ich 17 Uhr nicht mehr unbedingt zur Mittagsschlafzeit rechnen würde), aber wussten nicht, dass es keine Lärmbelästigung ist, bis Mitternacht (!) fröhlich weiter zu planschen. Zum Glück richtet sich hier kein Mensch nach irgendwelchen Zeiten, zumal wir mal wieder die einzigen sind, die überhaupt den Pool benutzen.
Und nun das: 

am Strand von Valencia ist ungefähr gar nichts erlaubt, z.B. in der Stranddusche Seife benutzen, außerdem gibt es eine extra Quallen-Warnung-Flagge... Ich dachte, dass kommt erst in Sydney auf uns zu. 
Wenn das so weitergeht, überlege ich nach unserer Rückkehr eine Art wissenschaftliche Abhandlung über die unterschiedlichen Schwimm- und Badegewohnheiten in den Ländern der Erde zu schreiben, wer weiß, was die Australier noch so raushauen 😉.

@ alle, die versucht haben, einen Kommentar zu schreiben: Ihr müsst eine E-Mail-Adresse bei Google haben, sonst funktioniert es nicht. Wie immer freuen wir uns aber auch über alle Rückmeldungen per Email oder Whatsapp!

Cada como quiere

Am Wochenende waren wir in einer herrlichen Bucht schnorcheln.

 D.h. Patrik und Ida wollten schnorcheln, ich hingegen wollte meinen spannenden Krimi lesen und endlich mal etwas faul in der Sonne liegen.

In dieser Bucht war das nicht einfach. Die allermeisten hatten Flossen und Taucherbrillen dabei, na gut. 


Als ich das erste Male hochguckte, marschierte gerade ein Großtrupp Tauchschüler an mir vorbei und bekam auf Spanisch Anweisungen für einige Trockenübungen, eine weitere Gruppe, offenbar die Fortgeschrittenen, fuhr mit einem Boot aufs Meer hinaus. Auch nicht schlimm.


Dann kam von links hinten plötzlich ein Keuchen und ich sah – ihn…


(Für mindestens eine Stunde stand er entweder auf dem Kopf oder rannte ganz schnell ins Wasser, nur um ganz schnell wieder raus zu rennen und sich wieder auf den Kopf zu schmeißen). Allmählich wurde ich ein klitzekleines Bisschen nervioso
Zum Glück kam ein Pärchen in den Zwanzigern herangeschlendert, offenbar, um es sich am Strand gemütlich zu machen, hurra! Schnorchelzeugs hatten sie auch nicht dabei, na siehst du wohl. Der Mann setzte sich hin, drehte mir den Rücken zu und ich las gerade noch „Swiss Swimming Team“, bevor er sich das Shirt vom Leib riss und zu einer längeren Runde (ca. 45 Minuten) im Wasser verschwand.
Mein Buch hatte ich inzwischen beiseite gelegt, so dass ich auch all die Wanderer besser sehen konnte, die mit Rucksäcken und Trinkflaschen in den Felsen herumturnten.
Ich hab mich dann in ein Chiringuito (= Strandbar) gesetzt und hätte heute wenigstens den ersten Preis im Kaffeetrinken gewonnen.



Mittwoch, 9. Oktober 2013

Que aproveche!


Gestern Abend hat uns die Chefin unserer Sprachschule zum Paella-Essen eingeladen. Ihre Mutter ist eine begeisterte Köchin und hat vor unseren Augen in einer riesigen Pfanne eine richtig leckere, original valencianische Paella zubereitet. Die Zutaten waren unter anderem drei Kilo Reis (!), zehn Liter Brühe und unglaubliche Mengen von Riesengambas. 

Zum Nachtisch gab es selbstgepflückte Pflaumen und die ersten Mandarinen des Jahres, die eine Nachbarin mitgebracht hatte.